Amazon Go Supermarkt ohne Kassen öffnet in Seattle

Bekannt ist das Thema bereits seit mehreren Monaten. Amazon plant den Supermarkt zu revolutionieren und mit technischem Fortschritt zu „verbessern“. Somit gehören lange Warteschlangen an Kassen, das bezahlen mit Bargeld oder auch allgemein der Kontakt zu Personal in Amazons Vision bald der Vergangenheit an. 

Der erste vollautomatische Supermarkt von Amazon hat nun in Seattle geöffnet. Das Prinzip hierbei ist relativ leicht. Man legt das, was man kaufen möchte, einfach in seine Tasche und am Ende verlässt man das Geschäft. Ohne an einer Kasse anzustehen und zu bezahlen. Bezahlt wird einfach mit dem Smartphone.

Betrag wird automatisch abgebucht

Amazons Vision ist relativ simpel und spart Kosten für Personal. Denn hinter „Amazon Go“ steckt das Prinzip eines vollautomatisierten Supermarktes. Der Kunde kann am Ende einfach das Geschäft verlassen, denn der Betrag wird automatisch vom Amazon-Konto abgebucht. Die Sensoren, Kameras und Wagen im Geschäft registrieren, wenn ein Kunde einen Artikel nimmt oder ihn auch wieder zurückstellt. So wird im Amazon Konto ein Einkaufszettel erstellt, der beim verlassen des Geschäfts automatisch abgebucht wird. US-Medien berichten, dass das Geschäft mit enorm vielen Kameras ausgestattet sei. Privatsphäre ist hier also eher weniger vorhanden.

„Amazon Go“ App

Um den modernsten Supermarkt der Welt benutzen zu können, wird lediglich die „Amazon Go“- App auf dem Smartphone benötigt. Das Smartphone muss dann gegen eine Schranke beim betreten gehalten werden berichtet TechCrunch und das Wall Street Journal. Interessant ist ebenfalls, dass man die Artikel, die man kaufen möchte, nicht einmal in die Kameras halten muss. Die Technik weiß, wo welcher Gegenstand steht und ob er herausgenommen wird bzw. wieder zurückgestellt wird. Im folgenden Video zu „Amazon Go“ ist der Ablauf relativ gut nachzuvollziehen.

Aufatmen für Datenschützer

Laut Amazon kommt das System ohne eine Gesichtserkennung aus, was gerade deutsche Datenschützer sehr freuen dürfte. Menschen werden als 3D-Objekt wahrgenommen und im Geschäft so registriert. Zum verlassen des Geschäfts muss der Nutzer lediglich wieder sein Smartphone gegen die Schranke halten, damit diese sich öffnet und das Geschäft verlassen werden kann. Etwas zu klauen ist durch die Kombination aus verschiedenen Technologien äußerst schwierig oder fast schon unmöglich, denn abgebucht wird automatisch all das, was am Ende mitgenommen wird.

Quelle(n): T-Online, TechCrunch, Ubergizmo, Totalprocessing