Deutsche Mobilfunknetze gegen Amerikanische Internetgiganten!

Telekom, O2 und Vodafone gegen Apple, Facebook und Whatsapp. Die drei großen Mobilfunkanbieter gehen gegen Apple, Google, Facebook und Whatsapp vor. Die Netzbetreiber wenden sich dann den EU-Kommisionspräsidenten Juncker und fordern eine Lösung gegen Unternehmen, die alternative Kommunikationslösungen anbieten. Dazu gehören Facebook mit WhatsApp und dem Facebook Chat, Apple mit iMessage oder Google mit Hangouts. Diese sollen jetzt durch die EU-Kommission geöffnet werden – damit andere Dienste auch Daten mit den Messenger Diensten austauschen könnten.

Grund für diese Maßnahme ist, dass die Amerikanischen Giganten mit ihren Messenger Diensten Milliarden verdienen und deutsche Mobilfunkanbieter dabei auf dem trockenem bleiben. Die Provider gehen bei diesen Diensten hauptsächlich leer aus. Grund sei laut Golem die strengeren Datenschutz Richtlinien, die von den Providern eingehalten werden.

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Eine Öffnung dieser Dienste wäre sicherlich auch für die Nutzer interessant, jedoch hatten die Netzbetreiber genügend Zeit auf Alternativen auszuweichen. Dienste wie „JOYN“ kamen einfach zu spät und waren eine viel zu kurze Modeerscheinung. Keiner nutzt JOYN, wenn dann wurde der Dienst lediglich von einigen ausprobiert. Problem der Provider war, dass sie weiterhin Geld über SMS verdienen wollten, dabei andere kostenlose Dienste aber immer populärer wurden und SMS immer weniger wurde. Eine frühe Suche und Einführung nach einer kostenlosen Alternative zu SMS von den Providern selbst, wäre die Lösung gewesen, wofür es mittlerweile aber zu spät ist.

Falls es die deutschen Netzbetreiber wirklich schaffen sollten, diese Öffnung durchzuführen, könnte es zu gravierenden Änderungen kommen. Es könnte zu Geräte-Branderings kommen, die dann NUR eine Kommunikation über den Provider ermöglichen. Die Wahrscheinlichkeit das WhatsApp, Apple iMessage, Facebook Chat und Google Hangouts wirklich ihre Pforten öffnen ist aber eher gering. Wir können nur hoffen, dass die EU dieses Gesetz nicht durchbekommt.

Quelle: Apfeleimer