Intel, AMD und ARM Prozessoren von Sicherheitslücke betroffen

Die Chip-Hersteller Intel, AMD und ARM sollten einigen von euch einen Begriff sein. In fast jedem Computer finden sich Computer-Chips von einem dieser Hersteller. So unter anderem auch in Smartphones, Tablets oder auch iPhones und MacBooks. Zuerst soll nur Intel betroffen gewesen sein, nun ist bekannt, das auch andere Hersteller betroffen sein können. 

Durch diese Sicherheitslücke (Meltdown) wird es potentiellen Hackern möglich gemacht auf sensible Daten der Computer, Tablets oder Smartphones zuzugreifen. Neben der jetzt offiziell aufgetauchten Sicherheitslücke, die im Netz kursiert ist allerdings auch noch eine zweite im Umlauf (Spectre), die keinen Patch hat und vermutlich alle Prozessoren ab 1995 betrifft. Somit könnte jeder Computer ab 1995 aktuell von einer Sicherheitslücke betroffen sein.

Intel-Prozessoren mit Designfehler

Aktuell bekannt ist, dass alle Intel-Prozessoren des Typs x86-64 einen Designfehler aufweisen. Dieser erlaubt es Hackern an Daten aus dem flüchtigen Speicher zu gelangen und diese auszulesen. Was zum Glück aber nicht möglich ist, ist die ausgelesenen Daten zu manipulieren. Weiteres Problem ist aber, dass kein direkter Zugriff auf den Rechner notwendig ist, denn durch eine Malware kann auf die Sicherheitslücke zugegriffen werden, weshalb auch von Extern auf die Daten zugegriffen werden kann.

ARM und AMD ebenfalls betroffen

Um selbst etwas von sich abzulenken hat Intel auch ARM und AMD mit ins Boot geholt. So seien auch die Prozessoren der anderen Hersteller von dem Fehler betroffen und damit erhofft sich Intel Schadensbegrenzung, da alle betroffen sind. Damit sind so gut wie alle technischen Geräten mit Prozessoren, egal ob Tablets, Smartphones, Spielekonsolen, etc. von diesem Fehler betroffen und potenziell ein Ziel für Hacker.

Apple veröffentlicht bereits Updates

Apple hat sich ebenfalls zu der Sache geäußert, denn wie jeder andere Computer und jedes andere Smartphone sind auch iPhones und Macs betroffen. Apple hat nun aber bereits Updates veröffentlicht und weitere Sicherheitsupdates sollen folgen. Die ersten Sicherheitsmaßnahmen wurden mit den Versionen iOS 11.2, macOs 11.13.2 und tvOS 11.2 getroffen. Auch Safari soll in naher Zukunft ein Update erhalten. Die Apple Watch sei aber von diesen Sicherheitslücken nicht betroffen. Gegen Meltdown scheint der Endverbraucher also bald möglichst geschützt zu sein, gegen Spectre gibt es aber keinen kompletten Schutz, dort können es die Hersteller den Hackern nur möglichst schwer machen.  Bringt eure Geräte also auf den aktuellsten Stand, falls ihr euch vor den Sicherheitslücken schützen möchtet!

Quelle(n): Maclife, Heise, Intel, boygeniusreport, RT