iOS-Leak verbreitet sich – Apple will weiter vorgehen

Zur Vorgeschichte: Vor ein paar Tagen wurde ein iOS Code auf Github entdeckt. Der iOS 9 Code wurde von einem ehemaligen Mitarbeiter Apples dort veröffentlicht. Laut Apple ist der Code nicht wichtig und kann keinen Schaden anrichten.

Der geleakte Code wurde nun aber nach einer DCMA-Anfrag von Github gelöscht. Der Code scheint damit allerdings noch nicht vollständig gelöscht zu sein. Laut The Register taucht der Code in sogenannten Fork-Netzwerken auf Github immer wieder auf. Apple scheint es womöglich doch zu stören, dass der Code weiterhin im Internet auftaucht. So möchte Apple, dass alle Instanzen mit dem geleakten iOS 9-Code auf Github gelöscht werden. Das würde bedeuten, dass Github ganze Netzwerke mit teilweise wichtigen Daten ausschalten müsste.

Fork-Netzwerke

Die oben erwähnten Fork-Netzwerke sind eigentlich nur Klone des eigentlichen Netzwerkes. Diese Klone verweisen dabei auf die Original-Quellen bei Github. Dabei können sie aber durch neue und andere Uploads zusätzlich komplett anderen Code enthalten und sich somit im Laufe der Zeit stark vom Haupt-Netzwerk unterscheiden. Vorteil dieser Arbeitsweise ist, dass man so am Code experimentieren kann und Dinge austesten kann, ohne den eigentlich wichtigen Hauptcode zu verändern. Somit würde eine Deaktivierung oder Löschung der Fork-Netzwerke bedeuten, dass nicht nur die Original-Dateien, sprich der geleakte iOS 9 Code, verschwindet, sondern auch andere Inhalte.

In den Fork-Netzwerken taucht jetzt vermehrt immer wieder der iOS-Code auf, den Github auf Anfrage von Apple auch immer wieder löscht. Das ist inzwischen über 200 Mal der Fall gewesen. Apple hat aufgrund der Häufigkeit keine Lust mehr immer wieder einzelne Netzwerke zu löschen und möchte jetzt alle Fork-Netzwerke mit dem geleakten iOS-Code deaktivieren lassen. Diese Forderung seitens Apple würde sich aber außerhalb der gesetzlichen Regeln befinden.

Ob Github sich auf die Anfrage von Apple einlässt ist natürlich fraglich. Falls nicht, müsste Apple weiterhin gegen die immer wieder auftretende Urheberrechtsverletzung manuell und Mal für Mal vorgehen.

Quelle(n): Gamestar, digit, Chip