Samsung oder BOE – Apple OLED Displays für künftige iPhones

Aktuell produziert Samsung die OLED-Panels für das neue iPhone X. Dies könnte sich in Zukunft aber ändern, denn der chinesische OLED-Hersteller BOE bietet Apple zwei Produktionslinien für zukünftige OLED-iPhone-Modelle an. 

Der größte Displayhersteller Chinas, BOE, hat Apple ein Angebot für zukünftige OLED-iPhone-Displays gemacht. Mit diesem Schritt sagt der Hersteller nicht nur Samsung, LG und anderen Herstellern den Kampf an, sondern bietet Apple zwei exklusive Produktionslinien für eine ausreichende Produktion in den kommenden Jahren. Somit wäre das Problem der Displayknappheit in zukünftigen iOS Geräten vielleicht eines weniger.

Aktuell ist Samsung Exklusiv-Partner

Die OLED-Panels des iPhone X werden aktuell ausschließlich und exklusiv von Samsung für Apple produziert. Allerdings ist es für Apple untypisch sich von einem Unternehmen abhängig zu machen, weshalb weitere Partner für die kommenden Jahre sicherlich in Frage kommen. Immer wieder im Gespräch waren andere Hersteller wie LG oder Sharp neben Samsung ebenfalls Displays für Apple zu produzieren. Nun ist allerdings auch der größte chinesische Displayhersteller BOE an einer Zusammenarbeit interessiert, berichtet ETnews

Ein Milliardengeschäft für BOE

Das dieser Markt ein absolutes Milliardengeschäft ist, sollte jedem klar sein. Samsung verdient aktuell mehr Geld an der Produktion des OLED-Panels des iPhone X als an ihrem eigenen Top Smartphone „Galaxy S8“, was durchaus beeindruckend ist und die Kaufkraft von Apple zeigt. Laut ETnews soll BOE Apple extra zwei eigene Produktionslinien eingeboten haben, die dann ausschließlich für Apple produzieren. Hierbei handelt es sich um die Linie B11 und B12. In Linie B11 soll BOE Angabe zufolge etwa 7,04 Milliarden US-Dollar investiert haben, damit alle Standards erfüllt werden.

Mit dem aktuellen Investment in neue Produktionslinien könnte BOE den kleinen Rückstand zu anderen Herstellern wie Samsung oder LG wieder aufholen.

LG weiterhin auch im Blick

Es ist nicht bekannt, ob BOE auf eine Ausschreibung von Apple ein Angebot gemacht hat oder selbstständig handelt. Da Apple aber wie oben erwähnt nicht nur in eine Richtung schaut und von einem Unternehmen abhängig ist, gibt es künftig auf jeden Fall weitere OLED-Hersteller die für Apple tätig sind. Dazu zählt auch LG, in die Apple 2,7 Milliarden US-Dollar in eine Produktionslinie investiert hat. Damit wäre es ab kommenden Jahr das zweite südkoreanische Unternehmen, dass für Apple OLED-Displays herstellt und hoffentlich den Bedarf decken kann.

Quelle(n): MacLife, ETnews, Apple, Vox